Ein kleiner Rundgang durch den Ortsteil Handorf der lebenswertesten Stadt der Welt MÜNSTER.
Stadt Münster mit Ortsteil Handorf
Das "Dorf der großen Kaffeekannen" wurde Handorf wegen der vielen Ausflügler genannt, die seit Ende des 19. Jahrhunderts gerne in den "Kaffeewirtschaften", die besonders am Flüsschen Werse entstanden, ihren Kaffee tranken.
Aber mittlerweile sind einige dieser Betriebe dem Wettbewerb zum Opfer gefallen. Zum Dorfkern am Werseufer sind in der Zwischenzeit der Ortsteil Dorbaum als reines Wohngebiet und der Kasernenkomplex Lützow hinzugekommen. Heute leben in Handorf, seit 1975 zu Münster eingemeindet, rund 7.500 Menschen.
Ausflügler kommen heute häufig mit dem Fahrrad nach Handorf. Eine besonders schöne Route führt über die Schleuse, Dingstiege und durch den Boniburger Wald. Sie führt an der Dyckburg-Kirche vorbei. Den Eingangsbereich bildet eine sehenswerte Kapelle, die im 18. Jahrhundert vom westfälischen BarockbaumeisterJohann Conrad Schlaun als Teil eines Herrensitzes errichtet wurde.
Die Dyckburg
In Nachbarschaft zu Handorf liegt die Siedlung Sudmühle - für Naturfreunde ist das Freibad Sudmühle ein echter Geheimtipp.
Handorf ist aber nicht nur als Ausflugsziel beliebt. Durch das Westfälische Pferdezentrum und die Westfälische Reit- und Fahrschule ist Handorf zu einem interessanten Ziel für Pferdefreunde geworden. Hier werden bei den regelmäßigen Versteigerungen, an denen Bieter aus der ganzen Welt teilnehmen, für hochkarätige Rennpferde und Zuchthengste hohe Preise erzielt.
Die Entwicklung Handorfs wurde auch von seiner Rolle als Militärstützpunkt geprägt. Zeitweise waren über 2.000 Soldaten deutscher und internationaler NATO-Streitkräfte in Handorf stationiert. Aufgrund der Nähe zur Wohnbebauung und der damit verbundenen Belästigung der Anwohner war die Nutzung der Kasernen nicht immer unproblematisch. Seit 1992 wird ein Teil der Kasernenanlage von der Höheren Polizeischule genutzt.